Samstag, 8. März 2014

Platz für Neues und: wie wichtig ist das Titelbild?


smh - Wer unsere Abteilung kennt weiss, dass unsere Gestelle zeitweise überquellen. Es ist schön, dass so eine Fülle an Büchern zur Auswahl steht. Weniger schön ist es, wenn wir keinen Platz mehr finden, um unsere Neuheiten einzuordnen.

Daher ist zur Zeit eine grosse Bestandesbereinigung am Laufen:


Die ausgeschiedenen Bücher wandern entweder in die Verkaufskiste, oder aber ins Magazin, wo sie via Katalog weiterhin zugänglich sind.

Beim Durchgehen der Bücher fällt auf, wie sehr sich die Titelseiten im Lauf der Zeit verändert haben. Insbesondere bei den Büchern für Jugendliche. Was damals ging, wirkt heute geradezu abstossend:



Klaus Hagerup's Buchreihe um den liebstollen Teenager Markus ist wirklich lustig zu lesen, und ich glaube, dass auch heutige Jugendliche sich in seinen Leiden und Nöten wiederfinden können. Aber mit diesem Titelbild? Urgh.

Ein anderes Buch, das ich aus dem Bestand entfernt habe, war dieses hier:


Dabei entspricht der heitere Tagebuch-Roman um das verkannte Comedy-Talent Louis mit seiner witzigen Sprache und viel Slap-Stick Humor durchaus dem, was heutige Kinder gerne lesen. Bloss nicht mit einem Knetmännchen auf dem Titelbild.

Das hat der Verlag auch erkannt, und alle Titel von Pete Johnson im neuen Look wieder auf den Markt gebracht. Und ich bin sicher: sie werden (wieder) gelesen werden:



Ich schliesse daraus: obwohl ja bei einem guten Buch vor allem die inneren Werte zählen, beim Auswählen der nächsten Lektüre spielt das Aussehen eben doch eine grosse Rolle.

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