Freitag, 13. Juli 2018

Wasserverse

aw - In der vergangenen Värslistunde haben wir, der Temperatur  und der Ferienzeit entsprechend, Verse geübt, die einen Bezug zum Wasser haben.

Wir haben mit einer Angelrute Lesezeichen-Fische gefangen und dafür gesorgt, dass der Frosch zu seinen Fliegen kommt.

Für alle, die schon in den Ferien waren oder ihr Minibook im Freibad auf Wasserfestigkeit getestet haben, gibt es hier das Minibook mit den Wasserversen zum ausdrucken.

Viel Spass beim ausprobieren.

Samstag, 30. Juni 2018

Wenn Beratung funktioniert

smh - Wir lieben es, unsere Kundschaft zu beraten. Gleichzeitig ist es eine Herausforderung, so auf Abruf gute Vorschläge zu liefern. Auch wir haben längst nicht alle Bücher in unserem Bestand gelesen, alle Filme gesehen, alle CDs gehört. Darum ist jede Bitte um Beratung sehr aufregend: wird es mir gelingen, das Passende zu finden?

Heute hat es zweimal ganz wunderbar geklappt.

Die eine Anfrage kam vor zwei Tagen telefonisch rein. Eine Lehrerin sucht eine gute Bilderbuchgeschichte, die man Schülerinnen und Schülern von der 1. bis zur 5. Klasse anlässlich eines Umzugs des Schulhauses vorlesen könnte. Es soll um Abschied gehen und Neuanfang, und dessen positive und hoffnungsvolle Seite betonen.

Wir haben gesucht, im Katalog und in den aktuell anwesenden Bilderbüchern. Unter dem Schlagwort Abschied geht es oft um Trauer und Tod, das Schlagwort Neuanfang haben wir vor allem bei Schulwechseln von einzelnen Kindern vergeben. Das Schlagwort Umzug bringt ein paar gute Titel, doch sind die meisten dieser Bücher gerade ausgeliehen.

Das habe ich schlussendlich für die Lehrerin zusammengestellt:

Der kleine Vogel Jakob fliegt mitsamt seinem Nest vom Baum und wird von Wind, Wasser und Verkehr weiter gen Süden getrieben, während seine Mutter verzweifelt versucht, ihn zu retten. Am Schluss kommt alles gut: er lernt zu fliegen!

Timo muss umziehen, obwohl er das gar nicht will. Zum Glück stellt sich heraus, dass der neue Ort auch sein Gutes hat.

Das Zebra läuft jeweils einem Kind zu, das etwas Unterstützung braucht. Sobald das Kind auf eigenen Füssen steht, zieht das Zebra weiter, um jemand anderem zu helfen.

Die Tiere im Wald sehen etwas kleines Schwarzes, und malen sich aus, was das alles Schreckliches bedeuten könnte. Doch kann das kleine Schwarze auch etwas Gutes sein - ein Samenkorn zum Beispiel...

Zwei winzige Insekten leben auf einem Blatt. Der Winzling auf der Schattenseite sieht das Leben eher düster, und traut sich nicht etwas zu verändern. Doch manche Veränderungen kann man nicht aufhalten. Und vielleicht sind sie ja sogar für etwas gut!
Die Lehrerin fand besonders die beiden letzten Titel interessant und hatte bereits Ideen, was für ein zur Geschichte passendes Geschenk sie den Kindern würde mitgeben können.

***

Die zweite Anfrage kam von einem jungen Mädchen. Sie hat alle Hör-CDs der Fantasy-Reihe Laura von Peter Freund gehört, und sucht nun "nach etwas Ähnlichem". Wir haben gemeinsam die Fantasy-Hörbücher durchsucht, und ich habe ihr einige Titel gezeigt, von denen der erste Band da war, und die mir gut gefallen. Ein Junge in ihrem Alter beteiligte sich spontan an der Diskussion, bestätigte einige meiner Empfehlungen, und fügte eigene hinzu.

Es entstand ein sehr schöner Dialog zwischen uns dreien, und bei einem Titel sprang der Funke so richtig auf das Mädchen über. Manchmal sind Kinder und Jugendliche fast zu höflich, um ihre Reaktionen auf Empfehlungen unverblümt zu zeigen, was diese Beratungsgespräche noch zusätzlich erschweren kann. Um so schöner, dass uns für einmal so etwas wie ein Austausch auf Augenhöhe gelang. Wir sind ja alle Lesende (und Hörende), egal wie alt.

Das sind die CDs, über die wir uns ausgetauscht haben:

Laura gab den Ausschlag für das Gespräch

Oksa kennt sie schon, und sie hat ihr gut gefallen - wir sind also auf der richtigen Spur!

Reckless ist einer meiner Favoriten, ich bin mir bloss manchmal nicht sicher, ob die Geschichte zu düster ist. Der Junge bestätigt meine Empfehlung mit Nachdruck.

Auch hier sind sich der Junge und ich einig: der Anfang ist etwas langsam, aber dann wird es gut.

Trix war wohl etwas "zu speziell". Sie hat ihn nicht mitgenommen.

Bei Septimus Heap hingegen haben wir den Nagel auf den Kopf getroffen. Ihre Augen fingen richtiggehend zu leuchten an. Ich hoffe der erste Band gefällt ihr so gut wie mir! Die Hörfassung soll gemäss einer Kollegin sehr gut gelungen sein.

Freitag, 29. Juni 2018

Wie Medien Generationen verbinden

Zum Teil schon etwas angeschlagene Schätze aus unserem Magazin
smh - Im Landesmuseum läuft zur Zeit eine Ausstellung zu beliebten Schweizer Bilderbüchern unter dem Titel "Joggeli, Pitschi, Globi...". Dazu gehören auch Veranstaltungen, bei denen ältere Menschen nach den Lieblingsbüchern ihrer Kindheit gefragt werden.

Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie stark die emotionale Bindung an die ersten Bücher sein kann, die man geschenkt und vorgelesen bekam, und die man selbst betrachtet und gelesen hat. Bei mir sind auch welche dabei, die ich damals geliebt habe, die mich jetzt bei erneuter Betrachtung und Lektüre enttäuschen. Andere halten der Zeit Stand und sind heute - in meinen Augen zumindest - noch genau so gut wie sie es bei der ersten Begegnung waren.

Was gibt es also natürlicheres, als diese Lieblinge mit den eigenen (Paten-)Kindern, Enkeln, Nichten und Neffen teilen zu wollen? Das funktioniert nicht immer. Mein Sohn konnte sich zum Beispiel nie für das Thema Indianer erwärmen, welches mich so intensiv durch Kindheit und Jugend begleitet hat. Bei den Vorlesebüchern hatte ich mehr Glück, und er liess sich Tschipo, Latte Igel, Räuber Hotzenplotz, Michel und Co. sehr gerne von seinen Eltern vorlesen.

Wir erleben in der Kijubi regelmässig, dass Eltern ihren Kindern von bestimmten Büchern oder auch Filmen und Fernseh-Serien vorschwärmen, die sie als Kinder geliebt haben. Das ist sicher einer der Gründe, weshalb bei uns die DVDs von Silas, Winnetou und Unsere kleine Farm noch immer so gut laufen.

Bei den Büchern haben wir das Glück, auf unser Magazin zurück greifen zu können. Anne auf Green Gables, Nesthäkchen, Jan der Detektiv, Blitz, Karl May und weitere Schätze der Vergangenheit warten dort darauf, von neuen Generationen wiederentdeckt zu werden.

Freitag, 25. Mai 2018

Die Bibliothekarin in der Wildnis - oder: Vorlesen auf dem Amthausplatz


smh - Der Mittwoch war ein aufregender Tag für mich und unsere Lernenden Jessica und Fabienne: um 13.30 Uhr packten wir unsere sorgfältig ausgewählten Lieblingsbilderbücher ein und machten uns auf den Weg zum Amthausplatz, um dort unseren Beitrag zum ersten Schweizer Vorlesetag zu leisten. Bei unserer Ankunft hatten die fleissigen Leute von Platz da?! (Aktionsmonat "Öffentlicher Raum für alle") bereits alles vorbereitet: eine mobile Bühne genannt Adapter sowie ein Pavillon, genügend Stühle, ein Korb mit Znüni und eine Kasse für die Kollekte standen bereit. Zusammen mit Jeannine David vom Alten Spital warteten wir hoffnungsvoll auf die ersten Gäste. Würde überhaupt jemand kommen?

Fasziniert beobachtete ich Jeannine dabei, wie sie mit Flyer in der Hand auf die Passanten zuging und sie ansprach. Dabei machte sie sowohl Werbung für unseren Vorlese-Stand als auch für die ganze platzda-Aktion. Etwas zögerlich versuchte ich es ihr gleich zu tun. Als Bibliothekarin bin ich mir ja gewohnt, dass die Besucherinnen zu mir kommen, wenn sie etwas brauchen.

Zu meiner grossen Freude und Erleichterung trafen schon bald die ersten Kinder in Begleitung von Grossmüttern und Müttern ein, und wir konnten loslegen. Meist waren wir zu zweit am Vorlesen, einmal sogar zu dritt. Da Zelt und Adapter bereits belegt waren, setzte ich mich mit meinem Publikum ins Bus-Häuschen. Denn an ein Vorlesen an der prallen Sonne war nicht zu denken. Das Wetter war uns nämlich überraschend gnädig - der angedrohte Regen blieb völlig aus.

Das Vorlesen machte mir viel Spass. Dabei war es gar nicht so einfach, eine Position zu finden, in der alle die Bilder sehen, und ich trotzdem noch den Text ablesen konnte. Meist las ich in Hochdeutsch und übersetze dann auch noch in Mundart - so musste ich mich nicht für das eine oder andere entscheiden und zudem verlangsamte sich dadurch der Ablauf und alle Kinder hatten genügend Zeit, das Gehörte zu verdauen. Um ihre Aufmerksamkeit zu behalten, stellte ich Fragen oder verwies auf Details in den Zeichnungen.
Einem Mädchen, das unsere Bibliothek noch nicht kannte, las ich das Bilderbuch "Ein Löwe in der Bibliothek!" von Michelle Knudsen und Kevin Hawkes vor. Dabei gab es viele Gelegenheiten, die Abläufe in einer Bibliothek zu erklären. Die Geschichte ist ziemlich lang und eher für grössere Kinder geeignet, die sich schon gut konzentrieren können.


Mit dem Pappbilderbuch "Da kommt der Wolf!" von Cédric Ramadier und Vincent Bourgeau hatte ich bei einem der kleineren Mädchen so viel Erfolg, dass ich es gleich zweimal nacheinander erzählen musste. Die Geschichte ist kurz und sehr aufregend - ein Thriller für die Jüngsten eben.


Mein liebstes Vorlesebuch bleibt natürlich "Chester" von Mélanie Watts. Die unglaubliche Frechheit des dicken Katers schaukelte die Kinder derartig auf, dass ich danach fast zwingend noch eine ruhigere Geschichte erzählen musste. Und was könnte da besser passen als das poetisch verträumte Bilderbuch "Pinguin gefunden" von Oliver Jeffers.


Nach gut zwei Stunden war der Spuk vorüber und wir kehrten zurück in die Bibliothek. Mir hat diese Erfahrung so gut gefallen, dass unbedingt bald wieder so etwas ähnliches machen möchte.

Und wie haben unsere Lernenden den Anlass erlebt? Gerne lasse ich sie selber erzählen.

Jessica Lima Henrique:


Der Vorlesetag hat mir gut gefallen und hat mir auch Spass gemacht. Es gab Kinder, die haben zugehört, aber nicht ins Buch geschaut. Da war ich verunsichert, ob sie überhaupt am Zuhören waren. Ich habe bei jedem Kind immer das gleiche Buch erzählt, alle wollten Panda Pai hören. Es sind recht viele Kinder gekommen. Die meisten kannte ich schon, da sie Benutzer von uns sind.

Jessica las die folgenden Bilderbücher vor:

"Auf leisen Tatzen" von Saskia Hula und Kerstin Schoene

 
"Elmar und das grosse Kitzeln" von David McKee

 
"Welches Tier versteckt sich hier?" von Gergely Kiss und Sabine Praml



Fabienne Fluri:

 
Dieser Nachmittag hat richtig Spass gemacht. Die Kinder haben geholfen die Geschichten zu erzählen und ihre Ideen eingebracht. Sie haben gelacht, wenn es lustig wurde und wurden ernst, wenn es gerade nicht so toll lief. Bei manchen Geschichten wurden die Kinder sogar selber zu den Personen in der Geschichte, weil sie genau gleich sind oder sich genau gleich vorstellen. Man sah richtig, wie die Kinder die Bilder in sich aufsaugten und jedes Detail sehen wollten. Sie lebten in diesem Moment in der Geschichte.
 
Fabienne hat die folgenden Bilderbücher vorgelesen bzw. erzählt:
 
"Vierzehn Mäuse und der Kürbis" von Kazuo Iwamura
 
 
"Ferien mit Barbapapa" von Annette Tison und Talus Taylor 

 
"Cooler Typ sucht süsse Gans" von Michael Schober


 
Jessica und Fabienne haben einige tolle Fotos gemacht, die das lebhafte Engagement der Kinder wiedergeben. Leider haben wir es in der Hitze des Gefechts versäumt, die Eltern um Erlaubnis zu fragen, was die Veröffentlichung dieser Fotos angeht. Um die Bilder trotzdem zeigen zu können, habe ich schweren Herzens die erkennbaren Gesichter verwischt, wodurch der Charme der Fotos leider etwas verloren geht. Sorry!
 




 
Fotos von Jessica Lima Henrique, Fabienne Fluri und Christa Schönmann Abbühl


Dienstag, 8. Mai 2018

Vorlesen auf dem Amthausplatz

www.schweizervorlesetag.ch

smh - Sehr zu unserer Freude wurden wir dieses Jahr angefragt, ob wir uns mit einer Veranstaltung am Aktionsmonat platzda?! beteiligen wollen. Uns so werden wir nun also am ersten Schweizer Vorlesetag, dem 23. Mai 2018, auf dem Amthausplatz von 14 bis 16 Uhr Bilderbücher vorlesen.

Ob überhaupt jemand kommt, und wie das genau funktionieren soll, wissen wir nicht. Es ist ein Abenteuer, dem wir mit Spannung entgegen sehen. Unsere liebsten Bilderbücher liegen jedenfalls bereit.



Platz da?!, der Aktionsmonat «Öffentlicher Raum für alle», bespielt im Mai zum fünften Mal die Gassen und Plätze der Stadt Solothurn. Die Aktionen finden überall dort statt, wo Menschen aufeinander treffen. Sie sind immer unverhofft, nie unspektakulär, meistens offensichtlich, manchmal versteckt und stets ungewöhnlich. Platz da?! ermöglicht Begegnungen zwischen Jung und Alt, schafft Öffentlichkeit und trägt dazu bei, dass Freiräume für alle Generationen lebendige und attraktive Orte sind.

Programm mit allen Veranstaltungen und Aktionen: www.platzda-so.ch

Samstag, 5. Mai 2018

Gugus? Dada!

aw - Verstecken und wieder zu Vorschein kommen ist eine der Urformen des Kinderspiels.  Mit dem Buch Gugus? Dada! von Claudia de Weck aus dem Aracari Verlag haben wir heute in der Värslistunde versucht herauszufinden welche Tiere sich wo verstecken.
Ist es ein Eisbär im Kühlschrank? Wo genau versteckt sich das Krokodil?

Das Minibook mit den Värsli zu den Tieren im Buch finden Sie hier.

Samstag, 28. April 2018

Es regnet im Kamishibai


smh - Dieses Jahr ist die Zentralbibliothek an den Solothurner Literaturtage vertreten - und zwar im Vorprogramm: bei den Countdown-Lesungen, die die Vorfreude auf die 40igste Durchführung schüren, fand in unserer Räumen die Veranstaltung mit der Nummer 3 statt.

Trotz schönem Frühlingswetter war das Kamishibai-Bilderbuch-Theater mit Bruna Matter gut besucht. Das Kamishibai ist ohnehin eher für den kleinen Rahmen gedacht, damit auch alle Kinder alles mitbekommen und einbezogen werden können.


Erzählt wurde das Bilderbuch "Ein Loch gegen den Regen?" von Daniel Fehr und Francesca Sanna. Die an sich sehr simpel gestrickte Geschichte wurde von der Animatorin durch eine breitgefächerte Anzahl an thematisch passenden Aktivitäten angereichert. Der Regen wurde besungen und mit dem Regenrohr imitiert, die Tiere konnten ihrem Lebensraum und ihrer Behausung zugeordnet werden, die Kinder suchten mit der Lupe nach dem jeweiligen Tier auf einem Bild, beantworteten Fragen und erzählten von eigenen Erfahrungen. Begrüsst und verabschiedet wurden sie vom Bücherhund Lumpi. Zum Schluss erhielt jedes Kind ein kleines Faltbooklet, in dem die Tiere eingeklebt werden konnten, und zur Stärkung haben die Literaturtage feine Hofer-Schildkrötli gespendet.

Die Kinder waren von Anfang bis zum Schluss engagiert und voll dabei - es war eine Freude, dabei zuzusehen, wie auch eher zurückhaltende Persönlichkeiten ihre Scheu ablegten und sich am Geschehen beteiligten.

Freitag, 20. April 2018

Kamishibai-Bildtheater für Kinder - es hat noch freie Plätze!



smh - Zur Erinnerung: Nächste Woche ist es soweit!

Als Teil der Countdown-Veranstaltungen, die auf die kommenden Literaturtage einstimmen, erzählt Bruna Matter das Bilderbuch "Ein Loch gegen den Regen?" von Daniel Fehr und Francesca Sanna.

Wo: Im Querbau der Zentralbibliothek Solothurn, Bielstrasse 39, 4502 Solothurn

Wann: Mittwoch, 25. April 2018 um 16 Uhr

Eintritt frei, für Kinder ab 4 Jahren

Anmeldung: jubilaeum@literatur.ch / 032 622 44 11

Samstag, 7. April 2018

Oje, Oje, oje, das tut weh...

aw - In der Värslistunde heute ging es ums Trösten. Viele Tiere hatten sich verletzt und mussten getröstet und mit Pflastern versehen werden.

Wenn Sie die Värslistunde verpasst haben und gerne noch andere "Tröstivärsli" als "Heliä, heilä säge, drüü Tag Räge..." in Ihr Repertoire aufnehmen wollen, finden Sie hier den Link zum Minibook der heutigen Veranstaltung.

Die nächste Värslistunde findet am 5. Mai 2018 um halb Zehn in der Kinder- und Jugendabteilung der Zentralbibliothek Solothurn statt.

Freitag, 6. April 2018

Die Sache mit dem Platz

Diese Woche eingetroffen: neue Kinderbuch-Reihen
smh - Wieso quellen unsere Gestelle so oft über? Dafür gibt es viele Gründe, wie zum Beispiel:

Saisonale Unterschiede bei der Nachfrage: im Moment sind die Kisten mit den Bilderbüchern und die Gestelle mit den Titeln für das erste Lesealter nur sehr locker befüllt. Gleichzeitig platzen die Serien und Krimis aus allen Nähten. Schon in wenigen Wochen kann dies genau umgekehrt aussehen. Leider wachsen und schrumpfen unsere Gestelle nicht mit. Und wir wissen auch nicht so genau, wieso wann wovon mehr ausgeliehen wird.

Grosse Auswahl: wir sind die Stadt- und Regionalbibliothek der Solothurnerinnen und Solothurner, woraus sich ableitet, dass wir über eine grössere Auswahl an Medien verfügen müssen, als eine Gemeinde- oder Schulbibliothek. Diese verweisen gerne an uns weiter. Das trifft auch auf besondere Themen zu: eine Gemeindebibliothek kann sehr spezifische Anfragen oft nicht abdecken, während von uns erwartet wird, dass wir auch Bücher über Kinderpoesie, selbstgebastelte Musikinstrumente und den Rubik’s Cube führen.

Langlebigkeit: es gibt Titel und Reihen, die bleiben ewig aktuell. Die Serien von Enid Blyton und die Jugendromane von Federica de Cesco erfreuen sich nach wie vor grösster Nachfrage. Es geht also nicht an, dass wir diese aus dem Sortiment nehmen, so sehr wir den Platz auch für Neues brauchen könnten.

Neue Reihen: Serien und Reihen benötigen logischerweise sehr viel mehr Platz als ein einzelnes Buch. Und jedes Jahr kommen neue dazu. Die meisten Anschaffungswünsche, die wir erhalten, beziehen sich auf neue Reihen und Serien.

Fantasy und YA: nicht nur sind Bücher aus den Bereichen Fantasy und YA  (young adult, also Bücher für junge Erwachsene) häufig besonders dick, es erscheint auch kaum eine Geschichte als Einzelband. Mindestens eine Trilogie muss es schon sein, dazu vielleicht noch ein Prequel (also eine Geschichte, die sich vor der Haupthandlung abspielt).

Wie man sieht, auch mit dem besten Willen und viel Fleiss beim Aussortieren älterer, wenig gefragter Titel: es bleibt ein Kampf auf verlorenem Posten. Der Bestand wächst, und die Räume und Gestelle wachsen leider nicht mit.

Kaum ein YA-Titel erscheint als Einzelband

Freitag, 23. März 2018

Kurz vor Ostern

 
smh - Hier in der Kijubi ist die Vorfreude auf den Frühling gross. Das Wetter mag noch etwas unstet sein, doch nehmen die Sonnenmomente sichtlich zu, und die Blumen vor und hinter der Bibliothek versprechen schöne Zeiten.

Gerne teilen wir ein paar Oster- und Frühlingsimpressionen mit Euch ;-)

Das Osterschaufenster hat dieses Jahr unsere Lernende Fabienne gestaltet:

 
Auch dieses Jahr erhalten die freiwilligen Ordnungs-Mitatbeiterinnen ein Oster-Näschtli als kleines Dankeschön:
 
 
All unseren Besucherinnen und Besuchern, in real und im Blog, wünschen wir schon jetzt frohe Ostern und einen zauberhaften Frühling!

Montag, 12. März 2018

Ein Geschenk, das sich gelohnt hat

 
smh - Wir erhalten regelmässig Schenkungen. Das heisst, jemand bringt uns Bilder-, Kinder- und Jugendbücher, teilweise auch CDs und Filme, die nicht mehr gebraucht werden.
 
Diese Schenkungen bereiten uns relativ viel Arbeit. Wir müssen entscheiden, was davon wir brauchen können. Wenn nein, gehen sie in die Franken-Kiste zum Verkauf. Wenn ja, werden sie in den Bestand aufgenommen, katalogisiert, foliiert und mit Signaturen versehen, wie gekaufte Bücher auch.
 
Weil der Aufwand so gross ist, ist die Annahme von Schenkungen in der Erwachsenenabteilung beschränkt. Das hat auch damit zu tun, dass dort vor allem aktuelle Medien gewünscht sind. In der Kijubi haben wir bisher auf eine solche Einschränkung verzichtet.
 
Es gibt Kindermedien, die sind einfach zeitlos. Manchmal können wir dank einer Schenkung beschädigte Exemplare ersetzen oder Reihen ergänzen. Und natürlich ist es auch erfreulich, wenn wir mit den Einnahmen aus der Franken-Kiste neue Medien anschaffen können.
 
Das Bilderbuch auf dem Bild links haben wir vor Jahren geschenkt bekommen. Es wurde total 126x ausgeliehen, bevor wir es nun durch eine neue Ausgabe (rechts) ersetzen mussten. In diesem Fall hat sich die Schenkung und der für uns entstandene Aufwand mehr als gelohnt!

Samstag, 10. März 2018

Countdown-Lesungen: Wir sind dabei!



smh - Dieses Jahr hat für uns sehr gut begonnen: wir wurden von mehreren Organisationen bezüglich einer Zusammenarbeit angefragt. So findet im Rahmen der Countdown-Lesungen, die die Vorfreude auf die 40. Solothurner Literaturtage wecken sollen, in unseren Räumen eine Kamishibai-Vorführung statt.

Das Kamishibai-Bildtheater (Kami = Papier / shibai = Theater) ist Teil einer langen japanischen Bilder- und Erzähltradition. Anhand von Bildern aus dem Holzkoffer trägt die Kamishibai-Erzählerin Bruna Matter die Geschichte «Ein Loch gegen den Regen» von Daniel Fehr und Francesca Sanna vor.
 

Wo: Im Querbau der Zentralbibliothek Solothurn, Bielstrasse 39, 4502 Solothurn

Wann: Mittwoch, 25. April 2018 um 16 Uhr

Eintritt frei, für Kinder ab 4 Jahren

Anmeldung: jubilaeum@literatur.ch / 032 622 44 11

Donnerstag, 8. März 2018

Bilderbuch-Geschichten mit der Büchereule Alma

aw - Was kommt nach der Värslistunde?

Diese Frage wurde mir immer wieder von Eltern gestellt, deren Kinder langsam aus dem Värslistundenalter herauswuchsen. 40 Minuten Märchenstunde am Mittwochnachmittag ist da ein bisschen ein grosser Schritt und die Stillsitzfähigkeit noch nicht so trainiert.
So entstand die Idee eines Brückenangebots und Alma, die Büchereule, flatterte zu uns in die Kinder- und Jugendabteilung.

Büchereule Alma liebt Geschichten

Bei den Bildbuch-Geschichten mit Alma werden Bilderbücher erzählt. Durch die Bilder wird die Fantasie der Kinder angeregt und das Verständnis unterstützt. Damit aber die Ausdauer der Kinder nicht zu sehr auf die Probe gestellt wird, gibt es zwischen den Bilderbuch-Geschichten, passend zum Thema, Lieder oder Värsli. Im letzten Teil der Stunde wird gebastelt.
Die Bilderbuch-Stunde soll nicht nur eine Erzählstunde sein. Sie soll Geschichten auch visuell, haptisch und rhythmisch erlebbar machen.

Armreife und Halsketten basteln
Die nächsten Bilderbuch-Geschichten Veranstaltungen finden an folgenden Terminen statt:
Samstag, 9. Juni 2018
Samstag, 11. August 2018
Samstag, 3. November 2018

Die Veranstaltung dauert jeweils von 09:00 Uhr - 10:00 Uhr.

Bereit für die nächste Geschichtenstunde?