Freitag, 29. Juni 2018

Wie Medien Generationen verbinden

Zum Teil schon etwas angeschlagene Schätze aus unserem Magazin
smh - Im Landesmuseum läuft zur Zeit eine Ausstellung zu beliebten Schweizer Bilderbüchern unter dem Titel "Joggeli, Pitschi, Globi...". Dazu gehören auch Veranstaltungen, bei denen ältere Menschen nach den Lieblingsbüchern ihrer Kindheit gefragt werden.

Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie stark die emotionale Bindung an die ersten Bücher sein kann, die man geschenkt und vorgelesen bekam, und die man selbst betrachtet und gelesen hat. Bei mir sind auch welche dabei, die ich damals geliebt habe, die mich jetzt bei erneuter Betrachtung und Lektüre enttäuschen. Andere halten der Zeit Stand und sind heute - in meinen Augen zumindest - noch genau so gut wie sie es bei der ersten Begegnung waren.

Was gibt es also natürlicheres, als diese Lieblinge mit den eigenen (Paten-)Kindern, Enkeln, Nichten und Neffen teilen zu wollen? Das funktioniert nicht immer. Mein Sohn konnte sich zum Beispiel nie für das Thema Indianer erwärmen, welches mich so intensiv durch Kindheit und Jugend begleitet hat. Bei den Vorlesebüchern hatte ich mehr Glück, und er liess sich Tschipo, Latte Igel, Räuber Hotzenplotz, Michel und Co. sehr gerne von seinen Eltern vorlesen.

Wir erleben in der Kijubi regelmässig, dass Eltern ihren Kindern von bestimmten Büchern oder auch Filmen und Fernseh-Serien vorschwärmen, die sie als Kinder geliebt haben. Das ist sicher einer der Gründe, weshalb bei uns die DVDs von Silas, Winnetou und Unsere kleine Farm noch immer so gut laufen.

Bei den Büchern haben wir das Glück, auf unser Magazin zurück greifen zu können. Anne auf Green Gables, Nesthäkchen, Jan der Detektiv, Blitz, Karl May und weitere Schätze der Vergangenheit warten dort darauf, von neuen Generationen wiederentdeckt zu werden.

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