Donnerstag, 19. Dezember 2019

Die fleissigen Helfer des Weihnachtsmannes

Wichteltür im Zetterhaus
Es schreiben: Rafael und Annalena 

Weihnachten steht kurz vor der Tür und nicht nur die Menschen sind im «Gschänkli» stress. Nein auch der Weihnachtsmann und seine Helfer müssen noch die letzten Vorbereitungen vor dem grossen Fest treffen. Es muss gebastelt, gebacken und vor allem verpackt werden. Zum Glück muss der Weihnachtsmann nicht alles alleine machen, er hat ja zu unser aller Erleichterung die fleissigen Wichtel, die einen grossen Teil seiner Arbeit für ihn erledigen. Doch wie sind die Wichtel eigentlich so und wie kann man sie erkennen?  Genau diese Fragen und noch weitere, werden wir hier beantworten.

Der Weihnachtsmann und seine Helfer
Link zum Puzzle




Fast jeder Kennt die kleinen Helfer des Weihnachtsmannes:

Die Wichtel! Die kleinen, freundlichen netten und hilfsbereiten Zwerge. Unter den Fabelwesen gehören sie zu der Kategorie der «Naturgeister» und entstammen der nordischen Mythologie. Sie haben ein rundes, lustiges und verschmitztes Gesicht mit grossen Kulleraugen. Ihre Haarfarbe variiert von Wichtel zu Wichtel. Ihre Kleidung ist meistens kunterbunt und es wurde bisher kaum ein Wichtel ohne seiner spitzen Mütze gesehen. Sie werden kaum grösser als 20 cm. und obwohl man es ihnen nicht ansieht, können sie ein sehr hohes Alter erreichen. Wichtel sind oft nach scherzen zu mute und sind für jeglichen Schabernack zu haben, solange er nur für Erheiterung sorgt und niemanden schadet. Wichtel arbeiten meistens zu zweit und sind keine Einzelgänger, gründen aber auch keine Familien.

Die Wichtel sind in der Lage sich vollständig unsichtbar zu machen. Sie zeigen sich aber auch gerne mal in Ihrer wahren Gestalt, wenn sie einen Menschen für würdig halten. Das wären vor allem Kinder, weil sie eine ähnliche Natur wie die Wichtel haben. Aber auch freundlichen Erwachsenen zeigen sie sich manchmal.  Wichtel sind im Stande ein wenig Magie auszuüben und mit diesem Talent erfüllen sie spontan Wünsche. Wichtel sind entfernt mit den Heinzelmännchen verwandt. Die Wichtel sind besonders geschickt mit Nadel und Faden, welche sie meistens in einer Tasche mit sich tragen.

Nun jetzt wisst ihr hoffentlich etwas mehr über die mysteriösen Helfer des Weihnachtsmannes. Vielleicht erkennt ihr ja nun ein Wichtel, wenn er sich nun zu erkennen gibt.
Auch bei uns in der Bibliothek in Solothurn taucht ein Wichtel auf. Ihr könnt ihn sogar in Augenschein nehmen bei eurem nächsten Besuch. Vielleicht verrät er euch ja noch das eine oder andere über sich und seine Freunde oder was genau seine Aufgabe in der Bibliothek ist!



Wir wünschen euch ein frohes Weihnachtsfest.


Quellenangabe:

https://www.house-of-fantasy.de/fabelwesen-wichtel.html
https://nordicwannabe.com/2015/01/julenisse-danemark-norwegen-baumschmuck-typisch/
https://www.norwegenservice.net/wo-der-norwegische-weihnachtsmann-wohnt

Donnerstag, 14. November 2019

Wir haben auch Rechte!


Quellbild anzeigen
Annalena schreibt:

Mein Name ist Annalena und ich absolviere vom 22.10.2019 bis am 31.1.2020 ein Praktikum in der Kijubi. Ich durfte an der diesjährigen Erzählnacht teilnehmen und auch einen Bericht über meine Eindrücke schreiben.
 
Am 8.11.2019 hat die Erzählnacht im Querbau der Zentralbibliothek Solothurn stattgefunden. Das Team der Kinder und Jugendabteilung hat den Anlass organisiert und durchgeführt. Das diesjährige Thema war Kinderrechte.


Am Anfang des Abends hat Angelika Wegmüller den 13 gekommenen Kindern, die Wichtigsten Kinderrechte erklärt.

 
Christa Schönmann hat mit dem Bilderbuch «Nur Mut kleiner Luis» den Kindern die Geschichte eines kleinen Wolfs nähergebracht. Luis kommt neue in eine Klasse und hat es anfangs nicht einfach. Er findet dann jedoch einen tollen Freund. In diesem Buch kann man einige Kinderrechte wiederfinden. z.B «Recht auf Schutz».


Nicole Junod erzählte anschliessend die berühmte Geschichte von Malala, jedoch in einer Bilderbuch Fassung. «Malala und der Magische Stift». In diesem Buch sind die Kinderrechte "Recht auf Bildung" und "Recht auf Gleichbehandlung" im Fokus.



Nach dem die Kinder so aufmerksam zuhören mussten war es allerhöchste Zeit für etwas Bewegung. In zwei Gruppen suchten die Kinder die gut versteckten Schachteln, die mit Getränken und Essen gefüllt waren. Die Suche verlief queer durch die ganze Bibliothek. Die Idee hinter der Schnitzeljagd war, dass viele Kinder in anderen Ländern erst einmal einen weiten Weg zurücklegen müssen, bis sie zu ihrer Verpflegung gelangen. Wir wollten genau das den Kindern der Erzählnacht zeigen. Nach der wohlverdienten Verpflegung haben wir uns in zwei verschiedene Gruppen aufgeteilt und verschiedene Spiele gemacht.


Christa Schönmann hat mit den Kindern ein Memory gemacht. Auf den Kärtchen waren jeweils Kinder aus verschiedenen Ländern abgebildet. Wer ein Pärchen gefunden hat durfte auf einem Blatt den richtigen Platz suchen und es dort ablegen. Am Ende haben wir noch geschaut aus welchen Ländern die Kinder kommt.
 

In der gleichen Zeit hat Angelika Wegmüller  mit der anderen Gruppe ein Schnippschnapp gebastelt auf dem die wichtigsten Kinderrechte aufgezeichnet sind.


Zum Abschluss hat Angelika Wegmüller noch eine Geschichte erzählt: «Der Junge im Rock». Es geht dabei um einen Jungen der viel lieber bunte Röcke und Kleider anzieht, anstelle von Jeans. Die anderen Kinder in seinem Kindergarten verstehen das jedoch nicht. Am Ende der Geschichte lernen sie es dann doch zu akzeptieren.

Mit dem Ende dieser Geschichte ging auch unsere Erzählnacht zu Ende und die Kinder und ihre Eltern machten sich wieder auf den Heimweg.

Fotos von: Annalena

Dienstag, 8. Oktober 2019

Schnägge, Schnäggehüüsli...

aw - In unserer Värslistunde am Samstag waren die Schnecken zu besuch. Passend zum herbstlichen Regenwetter, haben wir Lieder gesungen und Verse geübt, in denen Schnecken die Hauptrolle spielen.

Das Schnecken-Minibook kann hier heruntergeladen und ausgedruckt werden.


Der Kniereitervers (Grossi Uhre mache Tick Tack), der spontan noch eingebaut wurde, kann hier gefunden werden.

Donnerstag, 12. September 2019

Meine erste Klassenführung

Fabienne schreibt:

Raumplan der Kinder- und Jugendbibliothek

Während meiner ersten Klassenführung entdeckten die Kinder die Bibliothek mit dem Detektivspiel.

Bei jeder Führung muss man zuerst die Hinweise in Medien verstecken. Darunter sind auch Buchstabensalatspiele und Puzzles. Die Klasse muss für das Spiel in Gruppen eingeteilt werden. Den ersten Hinweis bekommen die Gruppen, um beginnen zu können. Danach führt jeder gefundene Hinweis zum nächsten, bis man beim Schatz angekommen ist.

Also versteckte ich zuerst alle Hinweise. Beim Eingang der ZBS sah ich, wie die Klasse um das Klavier unter dem Querbau standen und ein Lied sangen, welches die Lehrerin anstimmte.
Als sie dann hereinkamen, erklärte ich zuerst ein paar grundlegende Dinge, wie wo die Toiletten sind oder was wir alles für Räume haben. Danach ging es in die Kinder- und Jugendabteilung. Hier erklärte ich das Detektivspiel. Danach starteten sie das Spiel.


Die Klasse war sehr lebendig und begeistert. Sie haben ca. 40 Minuten gebraucht und um 10 Uhr waren sie fertig. Nach der Pause, welche sie im Barockgarten verbrachten, erklärte ich ihnen die Ausleihbedingungen. Dazu gehörte auch das Zeigen von kaputten Medien. Dies fanden die Kinder unterhaltsam, wie auch schockierend. Zum Schluss stellte ich noch zwei Ratefragen: «Wie viele Medien besitzt die Kijubi insgesamt? » und «Wie viele Nonbooks hat die Kijubi? ». Die Kinder liebten das Raten.


Und schon war meine erste Führung vorbei. Ich war sehr nervös, aber es hatte Spass gemacht.

Freitag, 6. September 2019

Der neue Lehrling in der ZBS

Rafael schreibt:


Ich heisse Rafael Steffen, bin 16 Jahre alt und komme aus Thörigen. Ich habe am
02. August. 2019 eine Lehre als Fachmann Information und Dokumentation hier in der Zentralbibliothek Solothurn begonnen.

Ein Tag im Leben von Rafael Steffen

Vormittag

Unter den Werktagen stehe ich zwischen 5:30 und 6:00 auf. Das wecken erledigt mein Radio, welches eine Weckerfunktion hat und neben meinem Bett steht. Ich erwache relativ schnell, weil ich mir diesen Reflex schon früh angewöhnen musste, denn ich teile mein Zimmer (noch) mit meinem jüngeren Bruder (13) und den will ich natürlich nicht wecken, deshalb lege ich mir meine Klamotten zum anzuziehen bereits am Vorabend ins Badezimmer. Danach gehe ich mich anziehen und frühstücke dann mit meiner Mutter zusammen. Mein Vater kommt meistens dann um 6:20 von seiner Zeitungstour nachhause.Er ist Zeitungsverträger und tagsüber Hausmann. Er schaut, dass mein kleiner Bruder und meine kleine Schwester (11) pünktlich aufstehen. Nach dem Zähneputzen fahre ich ca. um 6:30 von zu Hause mit dem Fahrrad Richtung Herzogenbuchsee Bahnhof ab. Dort komme ich dann 10 Minuten später an, stelle mein Fahrrad ab und warte auf meinen Bus der um 6:59 losfährt. Manchmal treffe ich noch auf ehemalige Klassenkameraden und spreche noch kurz mit ihnen. Ich fahre dann eine halbe Stunde mit dem Bus bis zu der Haltestelle: Solothurn Zentralbibliothek. In der Bibliothek ziehe ich zuerst meine Jacke aus und stempeln mich dann ein, dass ist ungefähr um 7:45. Danach gehe ich in die Abteilung in die ich eingeteilt bin und arbeite bis Mittag, mit einer viertel Stunde Pause am Vormittag. Ich mache meistens eine halbe Stunde Mittag.

 Nachmittag & Abend

Ich bin an jedem Tag, nachmittags und vormittags in einer anderen Abteilung.Ich beende mein Arbeitstag meistens um 17:05, damit ich den 17:11 Bus Richtung Herzogenbuchsee Bahnhof erwische. Da dieser Bus äusserst pünktlich ist habe ich ihn schon einige Male verpasst. Ich komme (, wenn ich den Bus erwischt habe ca.) eine Stunde später zuhause an. Zuhause widme ich mich meinem Hobby. «Überraschenderweise» ist es das Lesen von Büchern und/oder zu bestimmten Themen wie z.B. die griechisch/römische Mythologie oder einfach über gewisse Tiere und Pflanzen oder ein guter Fantasy-Roman. Bei uns zuhause gibt es meistens zwischen 18:30 und 19:00 Abendessen.Danach gehe ich noch unsere Kaninchenfüttern, duschen und höre bis um 23:15 Musik um mich in den Schlaf zu wiegen. Ich schlafe dann erst, so gegen 24:00 ein. Am nächsten Morgen klingelt der Wecker wieder zwischen 5:30 und 6:00 und der Tag verläuft wieder in einer ähnlichen Bahn wie der gestrige nur anders… 

Der Ort, an dem ich am anfang gefühlt die meiste Zeit verbracht habe.


Mittwoch, 28. August 2019

Ds Himpeli und ds Pimpeli stiige uf ä höchä Berg...


aw - Letztens fand wieder einmal unsere Värslistunde statt. Zusammen mit dem Heinzelmännchen Himpeli und dem Zwerg Pimpeli (frei nach dem bekannten deutschen Kinderreim) haben wir uns auf den Weg zur Bergspitze gemacht. Unterwegs sind wir einer Katze und einige schüchternen Hasen begegnet.

Hier finden Sie das Minibook zum downloaden. Damit können Sie sich die Geschichte aus den Versen noch einmal zusammen reimen.

Die nächste Värslistunde findet am Samstag, 5. Oktober 2019 um 09:30 Uhr statt.

Dienstag, 13. August 2019

Sie kamen, sahen, und dekorierten: die Bücherwürmer 2019


smh - Unser Ferienpass-Angebot "Ausbildung zum Bücherwurm ZB" war frühzeitig ausgebucht. Während einer Woche bereicherten die sechs Mädchen zwischen 11 und 13 Jahren unseren Bibliotheksalltag. Im Mittelpunkt stand das Dekorieren der Schaukästen. Sie haben sich selbständig in Zweiergruppen organisiert und kleine Kunstwerke geschaffen.



Daneben erledigten sie Hilfsarbeiten wie das Einräumen der Filme und CDs, das Heraussuchen von Sachbüchern für eine Lehrperson, das Ordnen der Bücher im Alphabet und das neu Foliieren von Büchern bei denen die Folie beschädigt war.



Besonders interessiert waren sie am Blick hinter die Kulissen, dem Besuch im Magazin und in einer Buchhandlung. Da aktuell die Wanderausstellung "Expeditionen ins Geschichtenland" bei uns zu Gast ist, schickten wir die sechs auf den Parcours. Sie fanden es aber spannender, bei uns aktiv mit zu arbeiten, als die Fragen zur Ausstellung zu beantworten.


Die Ausbildung zum Bücherwurm richtet sich an alle Kinder, die sich für die Bibliothek interessieren. Im Gegensatz zum Zukunftstag und dem Schnuppern gibt es keinen direkten Bezug zur Berufswahl. Trotzdem hat es uns natürlich gefreut, dass zwei der Mädchen aus der diesjährigen Truppe sich für unseren Beruf interessieren.

Das sind die Bücher, die Celina, Elisa, Jana, Julia, Olivia und Yuna
in der Buchhandlung Lüthy für die Kijubi ausgewählt haben.

Freitag, 28. Juni 2019

Die andere Bibliothek – Mein Praktikum in der PH Bibliothek Solothurn


Fabienne schreibt:

Von Zeit zu Zeit bekommen wir Fragen von Kunden, die eine andere Sprache lernen, ob wir ein Medium zu einem bestimmten grammatikalischen Thema haben. Manchmal können wir ihnen Medien bieten, manchmal aber auch nicht. Wenn wir nichts über das gefragte Thema haben, zum Beispeil "der, die, das" einsetzten üben, schlagen wir den Kunden die PH Solothurn vor. Diese Bibliothek ist spezialisiert auf Lehrmittel und ist der FHNW angeschlossen.
Daher dachte ich mir, warum mache ich nicht ein Praktikum in der Bibliothek, welche ich den Kunden empfehle? Also schrieb ich eine Praktikumsanfrage und bekam bald darauf die Bestätigung, dass ich gehen darf.
Direkt nach Ostern startete ich mein Praktikum in der FHNW PH Solothurn.

Die PH Bibliothek

Am Anfang durfte ich gerade in die Ausleihe, da wir hier in der Zentralbibliothek dasselbe System haben, wie die PH. Auch hat die FHNW schon die Selbstausleihe installiert.
Zu den grössten Aufgaben in der Ausleihe gehört das Raussuchen von reservierten Medien aus den Gestellen, welche Lehrpersonen reserviert haben. Aber auch das Verbuchen von Medien, welche per Kurier von verschiedenen anderen Bibliotheken kamen, nimmt einen grossen Teil ein.

Die Ausleihe

Rückgabewagen und im Gestell die Reservationen

Das Katalogisieren kam auch bald an die Reihe. Sie haben Belletristik und Sachbücher, aber auch ganz viele Lehrmittel und Spiele. Ich durfte ein paar Lehrmittel katalogisieren, was viel Konzentration erforderte. Zum Teil haben sie von einem Buch fünf oder sechs Exemplare und damit sind die Übungshefte oder Lösungen noch nicht miteingeschlossen.


Lehrmittel
 
Ausserdem durfte ich noch den Eingang von bestellten Medien verbuchen, wobei ich ganz herzige Bilderbücher gesehen habe, die ich natürlich auch gerade hier in der Zentralbibliothek vorgeschlagen habe. Bücher ausscheiden und umsignieren gehörte auch zu meinen Aufgaben sowie bei den Zeitschriften, diese für die Selbstausleihe ausstaffieren.


Magazinsignatur ausdrucken

Einmal durfte ich mit in die FHNW Bibliothek in Muttenz, wo uns das ganze Haus gezeigt wurde. Das Gebäude ist sehr imposant!

Mein Praktikum in der PH Bibliothek war abwechslungsreich, interessant, lehrreich und ich durfte ganz viele tolle Menschen kennen lernen. Es war eine super Zeit und ich danke dem ganzen Team der PH Bibliothek herzlich!

PH Bibliotheks-Team (ca. die Hälfte hier)

Donnerstag, 27. Juni 2019

Herzliche Gratulation an Jessica!

Jessica mit Verena Bider, Direktorin/Berufsbildnerin (r.)
und Jeannette Fiala, Ausbildungskoordinatorin (l.)
smh - Wir freuen uns über das bestandene Qualilfikationsverfahren unserer Lernenden Jessica Lima Henrique! Sie hat damit ihre Ausbildung zur Fachfrau Information und Dokumentation erfolgreich abgeschlossen. Für uns sind die drei Lehrjahre mit Jessica wie im Flug vergangen. Und ein bisschen traurig sind wir schon, dass sie uns schon bald verlassen wird.
Für ihre private und berufliche Zukunft wünschen wir ihr alles, alles Schöne und Gute!


Freitag, 7. Juni 2019

Ein trauriger Abschied


smh - Jeden Freitagmorgen hat über viele Jahre hinweg Hanni Wetterwald als freiwillige Ordnungsmitarbeiterin bei uns die Bücher eingeräumt. Mit Fleiss, Genauigkeit und Humor bot sie dem Chaos in der Kijubi die Stirn.

Letzte Woche haben wir die Nachricht von Hannis Tod erhalten. Der Verlust trifft uns hart. Es ist schwer vorstellbar, dass wir ihr nicht mehr zwischen den Gestellen oder unterwegs in Solothurn begegnen werden.

Wir werden sie sehr vermissen.

Mittwoch, 29. Mai 2019

Und aus Papier entstanden Dörfer und Städte...


aw - Es begann mit Bergfalten und Talfalten und am Schluss standen Minibooks, Leporellos und fantasievoll bemalte Schächtelchen auf den Tischen.

Letzten Samstag, zum Abschluss seiner Ausstellung "buchhandwerk", gab Edwin Heim bei uns in der Bibliothek einen Papier-Workshop für Kinder. Nachdem uns der Buchbindermeister und Papierkünstler ein bisschen mit dem Material Papier und seiner Geschichte vertraut gemacht hatte, durften wir uns zwei Stunden lang selber an drei kleinen Papierprojekten versuchen.

Als erstes wurden kleine sechsseitige Büchlein ganz ohne Leim gefaltet (Minibooks).
Danach lernten wir die Handgriffe für ein perfektes Leporello kennen. Als Edwin Heim uns dann noch zeigte, dass man aus diesen Leporellos nicht nur kleine Fotoalben machen kann, hob unsere Fantasie ab. Es entstanden Leporellodörfer, -städte und ganze Gebirgszüge.
Damit diese Leporellos schön verpackt werden konnten lernen wir zum Schluss noch passende Schachteln zu falten (Achtung, der Bogen für den Deckel muss grösser sein, als jener für den Boden;-))

Inspiriert verliessen wir den Workshop. ¨
Bei nächster Gelegenheit will ich unbedingt mein Leporellodorf wieder aus der Schachtel holen und daran weiter basteln. Vielleicht schaffe ich es noch ein paar Quartiere zu falten, oder gar Solothurn - als Stadt in der Schachtel - entstehen zu lassen.

An diese Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an Edwin Heim, der diesen Workshop kostenlos für uns durchgeführt hat.

Freitag, 24. Mai 2019

Leseempfehlung "Allways and forever, Lara Jean" von Jenny Han

Jessica schreibt:

Ich empfehle euch das neue Buch von Jenny Han. Es ist der letzte Band ihrer Lara-Jean-Trilogie. Die ersten beiden Bände heissen: «To all the boys i’ve ever loved before» und «P.S. I still love you».

 
In diesem Buch geht es wie man es schon beim Titel lesen kann, um Liebe. Es gibt zwei Hauptcharakteren ein Mädchen, die Lara Jean heisst und ein Junge, der Peter Kavinsky heisst. Sie sind beide Teenager und leben in Amerika. Die Mutter von Lara Jean ist vor einigen Jahren verstorben, sie lebt mit ihrem Vater und ihrer kleinen Schwester zusammen.
Sie haben sich ineinander Verliebt indem sie eine Fake-Beziehung führten. Peter wollte seine Ex-Freundin zurück haben und Lara Jean wollte die Liebe zum Freund ihrer Schwester, die Margot heisst nicht zugeben.
 
Dieses Buch finden Sie bei uns in der Kinder- und Jugendabteilung und hat folgende Signatur:
ZBS KJ Z/Liebe/HAN/3.

Dienstag, 23. April 2019

Praktikum in der Zentralbibliothek Solothurn

Safi schreibt:

Am Montag den 28. Januar habe ich mein  Praktikum in der Zentralbibliothek Solothurn begonnen, welches bis am 24. April dauerte. Normalerweise pendle ich jeden Tag nach Bern ins Schweizerische Bundesarchiv.

 
Es war bereits zu Beginn eine grosse Umstellung. Es war vieles neu für mich, selbst der Magazindienst, den wir im Archiv auch haben, wurde ganz anders aufgebaut als ich es kannte. Ich habe nicht einfach eine bestimmte Aufgabe bekommen, welche ich jede Woche machen konnte, stattdessen bin ich immer wieder da eingeteilt worden, wo es gerade Arbeit hatte. So konnte ich im ganzen Haus ein wenig sein und einen Einblick gewinnen. Einmal haben wir sogar einen Ausflug in eine Jagdbibliothek gemacht. Sie war sehr klein aber sehenswert.

Im Archiv haben wir auch einen Lesesaal, welcher aber deutliche weniger Betrieb hat, als die Theke in der Bibliothek. Über die ganzen Monate die ich da war, bin ich sehr froh über die Hilfe die ich hatte. Es gab immer wieder Sachen von denen ich nichts wusste und konnte meine Arbeitskollegen um Rat fragen. Ich war ziemlich gerne an der Theke, da hatte ich auch Kontakt zu den Kunden, welcher im Archiv weniger vorkommt.

Eine der schwierigsten Arbeiten war das Katalogisieren. Ich hatte erst einen ÜK zu dem Thema. Es war nicht meine liebste Beschäftigung, da man einfach sehr viel beachten muss, bevor man es abspeichern kann. Aber ich denke ich habe auch viel in dieser Zeit gelernt und werde einige Sachen in den nächsten ÜKs anwenden können.

Kinder- und Jugendabteilung
Die meiste Zeit habe ich in der Kinder- und Jugendbibliothek verbracht. Mit der Zeit habe ich mich ein wenig ausgekannt und konnte die Kunden sogar beraten. Es gab Arbeiten, die ich sehr gern gemacht habe und solche die mir dann wieder weniger lagen. Zweimal durfte ich die Tische, die man gleich zu Beginn sieht, kreativ verzieren. Einmal zu Freundschaft und Grusel, das andere Mal zu Ostern. Ich habe es sehr gern gemacht, da ich selber die Medien dazu suchen und es auf meine Art gestalten konnte. Wenn ich in der Abteilung arbeitete, waren die Kinderbücher die ich selbst als kleines Kind vorgelesen bekam, eine schöne Erinnerung an meine Kindheit. Es war schön zu sehen wie die Kinder kamen und sich mit Freude ein Buch ausgelesen haben und es dann stolz an die Theke brachten.

Im Ganzen also hat mir das Praktikum gut gefallen, ich bin froh, dass ich hier mein allererstes Praktikum machen durfte.

Freitag, 19. April 2019

Ostergrüsse aus der Kijubi



smh - Die Bibliothek bleibt über Ostern geschlossen. Wir wünschen allen frohe Festtage ohne Stau und mit viel Sonne!

Dienstag, 16. April 2019

Kulturnacht 2019: Pumpelpitz kommt in die Bibliothek!


smh - Am Samstag, 27. April 2019 findet in Solothurn die Kulturnacht statt. Wir sind auch dabei, und für die Kinder haben wir uns etwas besonders Schönes einfallen lassen:

Um 16 Uhr und um 17 Uhr gibt es bei uns in der Bibliothek je ein halbstündiges Konzert mit Pumpelpitz und Simu Fankhauser. Das wird bestimmt laut und lustig!

Nachmittagsticket für Erwachsene: Fr. 10.–
(Gültig für bis und mit 17 Uhr beginnende Programme, kein Vorverkauf)
Kinder bis 16 Jahre in Begleitung einer erziehungsberechtigten Person sind gratis!

Weitere Infos zur Kulturnacht unter https://kulturnachtsolothurn.ch/

Simu Fankhauser (r.) und Tom Gisler (l.)

Donnerstag, 28. März 2019

Mein Praktikum im SAPA in Zürich

Jessica schreibt:

Am 14. Januar hat mein Praktikum im Tanzarchiv bzw. SAPA in Zürich begonnen. Ich bin jeweils am Montag und Donnerstag, den ganzen Tag und Dienstag, am Nachmittag in Zürich. Sie haben am Freitag zu, deswegen war ich an diesem Tag in der Zentralbibliothek in Solothurn.  Das finde ich recht gut, da ich an diesen Freitagen für mein bald anstehendes QV lernen und repetieren kann. Im SAPA arbeiten sie mehrheitlich mit Excel-Listen und mit ScopeArchives*. SAPA Zürich sammelt wie Lausanne Medien zu tanz, jedoch ist die Dokumentation in Lausanne nicht wie in Zürich Video, sondern Papier.
Ich hatte das Vergnügen in der letzten Woche, die Theater Sammlung in Bern kennen zu lernen.  Im SAPA sind für die Videokonservierung zuständig. Ich durfte an zwei Sitzungen teilhaben. Das SAPA veranstaltet viele Events, unter anderem wird das Event «Zürich tanzt» von ihnen veranstaltet, welches vom 3. bis 5. Mai stattfindet.


Meine Tätigkeiten
DVD‘s signiert
In Scope nach dem DVD gesucht und auf der Technischen Stufe die Signatur geschrieben und diese in die DVD-Hülle und an den rücken der DVD geklebt.

Visionierung
Ich habe von verschiedenen Choreographen seine VHS und Videos visioniert und in der Excel-Liste der Choreographen geschrieben, was in den VHS und Videos zu sehen ist.

Regale
Ich habe die VHS-Regale umgeräumt und diese angeschrieben.

Verschiedene Listen
Ich habe einige Ablieferungslisten und Memoriavlisten gemacht.

Sammlungen von Choreographen
Ich durfte zwei grosse Sammlungen von Torrini und Deroc Sammlung bearbeitet.

Deroc-Sammlung
Ich habe die ganze Deroc-Sammlung in Scope erschlossen und den verschiedenen Medien neue Signaturen vergeben.

Laufmappen
Es war wieder an der Zeit, ältere Laufmappen in Säurefreie Karton versorgt und die Gestelle geputzt.

Sigurd Leeder
Ich habe die Bilder vom Choreograph Leeder die in einem Dokument auf dem Computer waren, in ScopeArchives konvertiert.

Videokonservierung

Das Praktikum im SAPA hat mir sehr gefallen. Die Mitarbeitenden waren alle sehr nett und haben mir immer geholfen wo ich Hilfe gebraucht habe. Ich wurde gut im SAPA-Team aufgenommen, ich habe mich auch mit allen sehr gut verstanden.
Ich war zwei Monate im SAPA in Zürich, die Zeit ist sehr schnell vorbei gegangen aber es war eine sehr intensive Zeit. Ich habe im Praktikum sehr viel Neues gelernt im Bezug zu Archiv arbeiten gelernt.

Am meisten hat mir das Visionieren von den verschiedenen Aufführungen der Choreographen gefallen, da ich sehr in Tanz interessiert bin.

*Archivsystem in dem die Sammlungen und Dokumente verwaltet werden.

Dienstag, 12. März 2019

Eine andere Geschichte...

aw - Nur wenige von unseren Nutzerinnen und Nutzern wissen um die Schätze, die wir im Magazin aufbewahren. Über 15000 Kinder- und Jugendbücher aus den letzten 100 Jahren warten auf Neugierige, Nostalgische und Forschende. Wir von der Kijubi versuchen möglichst viele, unserer Meinung nach erhaltenswerte Bücher, nach dem Gebrauch im Freihandbestand ins Magazin zu retten (leider gelingt uns dies nicht immer und einige der Bilderbücher bräuchten dringen einmal einen Bücherdoktor).
Die Magazinbücher sind aber nicht nur wertvoll, weil sie als meist vergriffene Bücher, sonst kaum erhältlich sind. Mit einem wachsenden Magazinbestand können plötzlich Vergleiche gezogen und Altes mit Neuem verglichen werden. Zum Beispiel kann das Bilderbuch "Elisabeth wird gesund oder mit Bauchweh fing es an" bei uns mit den alten und den neuen Illustrationen ausgeliehen werden (die Vergleiche zwischen den 1978 und 2013 erscheinen Bildern und dem veränderten Spitalalltag sind nicht nur historisch spannend, sie haben auch  eine Suchbilderbuch-mässige Wirkung, die wunderbar zur Vermittlung eingesetzt werden kann).

Heute möchte ich aber von einem anderen Bilderbuch erzählen, dass gleich und doch anders ist.

Durch Zufall bin ich bei dem Bilderbuch Richard von Helme Heine darauf gestossen, dass unsere altes Magazin-Exemplar (1978) und die neueren Ausgaben (nach 1990) nicht exakt die gleiche Geschichte erzählen. Drei Seiten wurden von dem Autoren in Text und Bild verändert.




Interessanterweise sind es genau die Seiten, auf denen der Protagonist mit sich selbst konfrontiert zur Erkenntnis gelangt. Während in der frühen Version ein uralter Rabe den entscheidenden Hinweis gibt (ab Abb. 3), wird dieser alte Rabe in der späteren Version der Geschichte weggelassen. Richard sieht sein Spiegelbild in einer Pfütze, bedroht es und kämpft schlussendlich gegen sich selbst ( ab Abb. 6).

Frühe Version:



 
Spätere Version:


 

Wa mag Helme Heine dazu bewogen haben, den Erkenntnisweg des Raben zu ändern? Fand er die Erkenntnis durch das Selbst der heutigen Gesellschaft eher angemessen oder ist die Botschaft so besser verständlich? Wird die Aussage des Bilderbuch durch die Änderung zusätzlich vertieft, oder visuell besser verständlich gemacht?
Bilden sie sich selber ein Urteil. Die endgültige Antwort kennt wohl nur Helme Heine.
Wenn Sie beide Bilderbücher selbst vergleichen wollen, kommen Sie zu uns in die Zentralbibliothek Solohturn (die Signaturen lauten für die frühe Version ZBS St I 991 und für die spätere Version ZBS St I 3483).